Wie Tierfotos richtig gut gelingen

von Jasmin 29. Mai 2013
Wie Tierfotos richtig gut gelingen

Tierfreunde aufgepasst: Heute erklären wir euch, wie Fotos von Haustieren besonders gut gelingen. Gerade die Tierfotografie ist oft eine besondere Herausforderung, denn unsere Top-Models wollen oft nicht so wie wir das wollen – sie rennen wild umher oder nehmen gar komplett Reißaus, wenn sie die Kamera auch nur von Weitem sehen. Mit unseren Tipps wird das Shooting mit eurem Liebling garantiert zum Kinderspiel. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Holt euch Hilfe
Bei Tieraufnahmen ist es besonders vorteilhaft, wenn ihr euch Hilfe von einer anderen Person holt. Denn wer kennt das nicht? Man setzt sich in die Hocke und hat den Finger am Auslöser, der treue Begleiter denkt aber nicht daran, still sitzen zu bleiben. Stattdessen läuft er direkt auf euch zu. Holt euch also ruhig einen Helfer, der Bello oder Mimi beispielsweise mit Leckerlis ablenkt.

So sehen viele Tierfotos aus. Unsere Freunde auf vier Pfoten denken gar nicht daran still zu sitzen und laufen direkt auf die Kamera zu.
Mit kleinen Leckereien könnt ihr ein gekonntes Ablenkungsmanöver starten und die Gunst der Stunde für ein tolles Foto nutzen.

Serienaufnahmen im Sportmodus für Bewegtaufnahmen
Unsere süßen Vierbeiner halten nur selten still. Dauernd sind sie in Bewegung, tollen herum, spielen mit diversen Gegenständen und toben durchs Haus. Das macht es nicht besonders einfach, ein gelungenes und vor allem scharfes Foto zu schießen. Um die Dynamik eures Haustieres aber trotzdem gut einfangen zu können, empfiehlt es sich, die Funktion „Serienaufnahme“ der Kamera zu aktivieren. Denn bei dieser werden mehrere Bilder hintereinander geschossen. Aus diesen könnt ihr dann anschließend einfach die besten heraussuchen. Ein weiterer guter Tipp für Bewegtbilder ist es, den vorinstallierten Modus „Sport“ auszuwählen, den ihr bei nahezu jeder Digitalkamera findet.

Dieses Bild wirkt dank Perspektive auf Augenhöhe viel interessanter, als wenn man es von oben herab fotografiert hätte.

Der Ausschnitt des Bildes macht’s
Meist fotografieren wir unser Tier so, dass es komplett auf dem Foto zu sehen ist. Viel interessanter sind aber oft die Bilder, die nur gewisse Bildausschnitte zeigen. Verzichtet also ruhig mal auf Ganzkörper-Aufnahmen und konzentriert euch auf bestimmte Körperteile eures Tieres, wie beispielsweise das Gesicht.

Auf ruhigen Hintergrund achten
Bei Tierfotos gilt die gleiche Regel wie bei allen anderen Fotos, die ihr schießt. Achtet stets auf einen guten Hintergrund. Denn unruhige Farben oder viele Details lenken viel zu sehr vom Hauptmotiv ab. Sucht also einen eher ruhigen Hintergrund aus, der auch zur Farbe eures Haustieres passt. Eine schwarze Katze auf einem schwarzen Ledersofa beispielsweise ist da eher unpassend. Übrigens: Eure Lieblinge wirken besonders gut in ihrer natürlichen Umgebung, also draußen. Vor allem im Sommer bei strahlendem Sonnenschein oder bei einem Winterspaziergang im Schnee können die besten Fotos entstehen. Außerdem wirkt das natürliche Licht im Freien besonders schön und lässt die Farben auf euren Bildern sehr warm wirken.

In der freien Natur können eure Haustiere ins beste Licht gerückt werden. Auch der Hintergrund lenkt nicht ab, sondern setzt das Tier gekonnt in den Fokus.
Solche Porträtfotos sind wirklich nicht leicht zu knipsen. Setzt hierfür euren Freund bewusst in den Fokus des Bildes und versucht, dass er direkt in die Kamera schaut. Das ein oder andere Ablenkungsmanöver mit Leckerlis kann dabei sicherlich hilfreich se

Porträtfotos von euren Lieblingen
Porträtfotos von euren Schmusetieren zu knipsen ist zwar nicht unbedingt leicht, aber gelingt euch so eine Aufnahme, dann macht das Endresultat wirklich einiges her. Setzt für solche Porträtfotos das Tier bewusst in den Fokus des Bildes und achtet besonders darauf, dass ihr keinen störenden Hintergrund im Bild habt. Diese Fotos sind eine besondere Herausforderung, da eure Lieblinge meist nicht ruhig sitzen bleiben und nicht direkt in die Kamera schauen. Vor allem bei Porträtfotos ist es daher sinnvoll, sich eine Hilfsperson zu holen, die das Tier mit Ablenkungsmanövern zum Stillsitzen animiert.

Blitz aus
Wie bei allen Fotos, die ihr macht, sollte die Regel stets lauten: Besser auf das künstliche Blitzlicht verzichten. Vor allem bei Tieren ist dieser Aspekt besonders wichtig, denn das grelle Licht blendet und erschreckt eure Haustiere und sie werden sofort die Flucht ergreifen. Außerdem wirken die Augen der Tiere, die mit Blitz fotografiert wurden, oft wie „Zombieaugen“ und leuchten in hellem Grün auf den Fotos.

So sehen viele Bilder aus, wenn ihr den künstlichen Blitz benutzt. Versucht daher, wenn möglich, auf diesen zu verzichten und stattdessen natürliches Licht auszunutzen.
Bei dieser Aufnahme wurde mit natürlichem Licht, das durch das Fenster scheint, gearbeitet. So wirken die Farben viel schöner und natürlicher und ihr blendet euren Liebling nicht mit Blitzlichtgewitter.

Mitzieheffekt nutzen
Der Mitzieheffekt ist vor allem bei Bewegtbildern ein super Tipp. Um diesen Effekt zu nutzen, müsst ihr beim Fotografieren einfach mit eurem Tier in der gleichen Richtung mitlaufen. So wird die Bewegung des Motivs viel besser festgehalten. Nutzt hierfür, wie schon beschrieben, die Sport-Funktion eurer Kamera aus.

Abwarten und Tee trinken
Das A und O bei der Tierfotografie ist die Geduld. Denn meist wollen unsere Vierbeiner einfach nicht so, wie wir wollen. Den perfekten Moment festzuhalten, dauert daher oft einige Zeit. Macht aber ruhig viele Fotos, aus denen ihr dann die schönsten auswählen könnt. Ebenfalls wichtig: Gebt eurem Haustier nach gelungenem Shooting eine kleine Belohnung, zum Beispiel ein Leckerli. Vielleicht findet euer Kumpel dann sogar Gefallen an den Fototerminen.

Schnell sein ist die Devise
Nur selten bleiben Haustiere längere Zeit in der gewünschten Pose sitzen, weil sie von vielen Dingen abgelenkt werden. Wenn ihr die richtige Position gefunden habt, gilt es also ganz schnell den Auslöser zu drücken. Diesen perfekten Moment zu finden, ist oft das schwierigste an einem Tierfoto.

Goldener Schnitt
Wie auch schon bei allen anderen Fototipps, die wir euch mit auf den Weg gegeben haben, gilt die Regel: Denkt an den Goldenen Schnitt. Auch eure Lieblinge wirken in diesem Format viel besser.

Hier wurde das kleine Kätzchen bewusst nicht in die Mitte des Bildes gesetzt. Denn das Foto im Goldenen Schnitt wirkt auf uns viel ansprechender.